Gabrielle Graessle | Peter Nikolaus Heikenwälder | Miriam Zadil
Eine Kooperation mit dem Collectors Room Hamburg
28. November – 17. Dezember 2025
MORE FLOWERS FOR THE DARK TIMES
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Gabrielle Graessle | Peter Nikolaus Heikenwälder | Miriam Zadil Eine Kooperation mit dem Collectors Room Hamburg 28. November - 17. Dezember 2025
Gabrielle Graessle zeigt eine Werkserie mit Vasen. Eine farbintensive Spielwiese aus Motiven, Emotionen und einer großen Portion Leidenschaft für das Alltägliche prägt das Werk der Künstlerin Gabrielle Graessle. Themenfelder, die in ihrem Leben derzeit besondere Relevanz haben, werden sichtbar – nahezu exzessiv von allen Seiten beleuchtet und in eine bildnerische Sprache übersetzt. In ihrer Serie von Vasen lädt sie die Betrachtenden auf eine assoziative Reise durch Erinnerungen ein – ein poetischer Dialog zwischen kindlicher Blumenwiese und der ornamentalen Strenge der Ming-Dynastie, durchdrungen von der verspielten Ästhetik der Popkultur.
Ihre Arbeiten zeichnen sich durch Spontaneität aus – eine bewusste Rückkehr zur schöpferischen Freiheit, in der konventionelle Regeln außer Kraft gesetzt sind. In ihrer eigens für die Ausstellung geschaffenen Vasenserie verdichtet sich dieser Ansatz zu einer sinnlichen Reflexion über Erinnerung, Form und Farbe.
Peter Nikolaus Heikenwälders Werke entziehen sich klaren Zuordnungen. Die Formen, die aus der Dunkelheit hervorkommen, erinnern vage an technische Strukturen, an organische oder figurative Gebilde, ohne sich eindeutig festlegen zu lassen. Klarer zutage treten die rautenförmigen Elemente, die jeweils in Dreierformation konzentrisch um helle, wolkige „Puschel“ angeordnet sind und so an Blüten erinnern.
Doch diese Anmutungen bleiben brüchig. Heikenwälder interessiert sich nicht für eine Darstellung von Wirklichkeit, sondern für die Prozesse der Wahrnehmung selbst. Seine Bilder fordern dazu auf, sich von gewohnten Deutungsmustern zu lösen und der eigenen Vorstellungskraft zu vertrauen. In ihrem „dunklen Reich“ ergeben sich Zusammenhänge, die dem verstandesmäßigen Zugriff verschlossen bleiben.
Miriam Zadil setzt dem Dunkel das Schräge, Bunte, Poetische entgegen. Ihre „Blumengeister“ wirken wie Masken aus fremden Kulturen – halb Pflanze, halb Figur, irgendwo zwischen Ritual und Traum. Jeder dieser kleinen Geister hat einen eigenen Charakter, erzählt von inneren Bildern, von Emotionen und Erinnerungen. Zadil schöpft aus vielfältigen Bildwelten, kombiniert sie spielerisch und unkonventionell, überzeichnet – und erschafft so eine ganz eigene Symbolik, die gleichzeitig fremd und vertraut wirkt. Ihre Arbeiten sind humorvoll und abgründig, zart und irritierend. Sie öffnen Räume für Vieldeutigkeit und emotionale Resonanz.