YIN MENG

Malerei

16. Februar bis 5. April 2008

Yin Mengs Arbeiten sind Ausdruck persönlicher Erfahrungen, Empfindungen, Überraschungen in einer ihr fremden Kultur. Dabei gelingt es ihr auf eindrucksvolle Weise, in eine Art Dialog zwischen der europäischen und chinesischen Kultur einzutreten.

Eine geheimnisvolle Aura umgibt Ihre Arbeiten. Sie sind weder realistische Wiedergabe noch Abstraktionen des Gesehen. Yin Meng verdichtet ihre Erfahrungen in Atmosphären und malt Bilder, die eher an Träume als an gelebte Realität erinnern. Es sind ganz einfache Erlebnisse, wie eine Fahrt mit der Bahn, der erste warme Tag im Sommer, eine Fahrradtour um die Alster, die in Yin Meng eine bestimmte Stimmung auslösen. Es entstehen fiktive Landschaften, die wie aus einer anderen Welt wirken, Figurendarstellungen, in denen die Befindlichkeit der anonymen Figur sich v.a. durch den sie umgebenden Raum mitteilt.

Landschaft spielte bereits in Yin Mengs Bildern in traditioneller chinesischer Malerei eine große Rolle. In ihren neuen Arbeiten werden diese Landschaften märchenhafter, das Figurenpersonal phantastischer. Mit einer Kombination aus Ölmalerei und Scherenschnitt stehen sich weiche und harte Konturen, malerisches Farbdickicht und scharf umrissene Details gegenüber. Der Betrachter wird so hin und her gezogen zwischen narrativen Elementen und den sie immer wieder auflösenden Farbräumen.