SAMMATAIM

Malerei von

Moritz Hasse • Peter Nikolaus Heikenwälder
Yin Meng • Matthias Reinmuth

Special guest: Bodo Baumgarten

28. Juni – 2. August 2008

Sommerlich wird’s in der Ausstellung mit Malereien von Moritz Hasse, Peter Nikolaus Heikenwälder, Yin Meng und Matthias Reinmuth - gleißendes Licht, florale Formen, sphärische Farblandschaften.

Moritz Hasses (*1972 in Bremen) Thema sind Straßenzüge in Großstädten. Mit einheitlich großem Pinsel malt Moritz Hasse Straßenansichten nach Fotos. Es sind ruhige Bilder, die nicht die repräsentativen Sehenswürdigkeiten einer Stadt zeigen, sondern die namenlosen Straßen, in denen Menschen leben, in denen der Alltag sich abspielt. Aber halt, leblos liegen die Straßen da, keine Menschen bevölkern sie, keine Autos sind in Bewegung. Man wittert Abgründe, Abgründe der Normalität.

Yin Meng (*1973 in Chong Qing) arbeitet mit einer Kombination von Papierschnitt und Ölmalerei. Yin Mengs Bilder gehen auf direkte visuelle Erlebnisse zurück, versuchen jedoch das nicht sichtbare des Augenblicks, die Atmosphäre, einzufangen, nicht die Situation an sich. Phantastische Figuren tummeln sich in malerischen Traumlandschaften. Yin Mengs Arbeiten sind Ausdruck persönlicher Erfahrungen, Empfindungen, Überraschungen in einer ihr fremden Kultur.

Ein ähnlich traumhafter Charakter verbindet die Arbeiten von Matthias Reinmuth (*1974 in Heilbronn). Poetisch schweben Versatzstücke der Realität durch ein Meer raumloser Malerei. So durchwandert der Betrachter Gebiete reiner Malerei, in denen es um nichts als Farbe zu gehen scheint, um im nächsten Moment an klar definierbaren Gegenständen hängen zu bleiben. Was machen sie hier, was wollen sie erzählen? Wie zwei Bewusstseinszustände treffen die Ebenen in Reinmuths Malerei aufeinander, reiben sich und verbinden sich zu einer Einheit.

Zu einer Einheit fügt sich auch die Mischung aus abstrakten und gegenständlichen, festeren und sich auflösenden Formen in Peter Nikolaus Heikenwälders (*1972 in Hamburg) neuen Arbeiten. Aus dämmerigem Frühnebel entwickeln sich zarte, gewebeartigen Strukturen. Aus der Nähe chaotischer, scheinen sie sich von Ferne zu Landschaften zu fügen. Ein roter Ball rollt durchs Bild, graphische Elemente ziehen sich in den Bildraum hinein. Sie bilden aus der Nähe Punkte der Ruhe, während sie wiederum aus der Ferne betrachtet, kaum noch ordnungsstiftende Funktion haben.