MALEREI - BO

Bodo Baumgarten

28.02. - 11.04.2009

Bodo Baumgartens Arbeiten sind immer wieder überraschend. Sie sind abstrakte Bild-Gebilde, die aber stets auf Erscheinungsformen der Wirklichkeit rekurrieren.

Vielfach entstehen Baumgartens Arbeiten im Freien, direkt vor der Natur. Dort malt er oder zeichnet, schneidet das Papier, reißt es, klebt, übermalt erneut. In diesem Handlungsprozess verdichten sich die Realitätsfragmente zu einem neuen, eigenen Erfahrungszusammenhang, der im Atelier gegebenenfalls zu weiterer Autonomie führt.
Die Ausstellung zeigt eine Auswahl von Arbeiten der so entstandenen Serien „Stadtpark“ und „Klotzenmoor“ aus dem Jahr 2008. Es sind hier mehr die kleinen Gesten, eine Farbe, ein bestimmter Schwung, eine scharfe Kante, die dem Betrachter die Atmosphäre der Situation, die Kraft eines Ortes vermitteln.

Kraftvoll und dynamisch entfalten sich Baumgartens plastische Raumarbeiten aus Filz und pigmentiertem Silikon. Farbe und Raum – sich wechselseitig verstärkend - sind zentrale Aspekte seines Kunstschaffens. Die großformatigen Verspannungen im Raum, mit ihrer zumeist groben Oberflächenstruktur und kräftigen Farbigkeit sind von starker malerischer Expressivität.

Bodo Baumgarten (*1940 in Gotenhafen/Gdinia) studierte Freie Malerei an der Werkkunstschule Kiel und an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg bei den Professoren Domke, Brockmann, Grimm und Graubner. Von 1989-2006 war er Professor für Freie Malerei an der Hochschule der Bildenden Künste Saar in Saarbrücken. 1977 Teilnahme an der documenta 6 unter Manfred Schneckenburger. Baumgarten lebt und arbeitet in Hamburg, Köln, Paris, Scharbeutz und Athen.