YIN MENG

„DAO : der Weg - Messer/zerstoßen/stürzen/ankommen - der Weg“

Papierarbeiten
12. September - 17. Oktober 2009

Formen und Farben fügen sich in den Scherenschnitten von Yin Meng (*1973 in Chongqing, China) so zusammen, als seien es Märchenbilder. Auf dünnes Reispapier wird getuscht, es wird ausgeschnitten, gerissen, geklebt, darauf gezeichnet. Räume entstehen voller Poesie, Bühnen phantastischer Landschaften, die von einem wunderlichen - mal drolligen, mal kauzigen - Figurenpersonal bevölkert werden.
Wie im Märchen bewegen sich die „Geschichten“ auf einem schmalen Grat zwischen Schmerz und Heiterkeit und führen in die Tiefen unbewusster Strömungen, aus denen seelische und emotionale Erfahrungen gespeist werden. Yin Mengs Arbeiten sind Ausdruck persönlicher Erlebnisse, Empfindungen und Überraschungen. Die Unergründlichkeit der chinesischen Geschichte und Kultur ist auf geheimnisvolle Weise in ihrer Arbeit präsent, wobei eine hohe malerische Kraft erahnen lässt, wie sehr sie sich mit der Welt um sich herum auseinandersetzt. Dabei gelingt es ihr auf eindrucksvolle Weise, in eine Art Dialog zwischen der europäischen und chinesischen Kultur einzutreten.

Yin Meng wurde 1973 in Chongqing, China geboren. Nach dem Besuch der Oberschule für Künste in Chongqing studierte sie von 1993 - 1997 chinesischen Malerei und Tuschmalerei an der Hochschule für bildende Künste Sichuan in Chongqing.
2001 ging sie nach Deutschland um an der Hochschule für bildende Künste Hamburg Freie Kunst bei Werner Büttner zu studieren. Für Ihr Diplom erhielt sie 2006 den Karl-Heinz Ditze-Diplompreis. Yin Meng lebt und arbeitet in Hamburg.