Constantin Grüning

Malerei

17. Mai - 21. Juni 2008

Constantin Grünings monochrome Malerei übt in ihrem Wechselspiel der Eindrücke eine besondere Faszination auf den Betrachter aus. Abhängig vom Lichteinfall verändert sich Oberfläche, Farbigkeit und Beschaffenheit der Malerei. Bei bestimmten Lichtverhältnissen tritt die untere Farbebene zunehmend aus der Tiefe hervor, ohne dass der Betrachter sie als Fläche oder Schicht wahrnehmen könnte. Unter anderen Lichtbedingungen verdichtet sich die Oberfläche wieder vollständig.

Eine zweite Variante stellen die vollkommen deckenden Farbtafeln Grünings dar. Ihre Oberfläche weist eine sehr feine Struktur des Pinselstrichs auf, ist aber vollkommen undurchdringlich. Zwischen zwei und acht verschiedenfarbige Tafeln werden einander gegenüber gestellt. Keine Farbe ist für sich allein wichtig oder dominiert über die andere. Die innere Spannung ergibt sich hier aus dem spezifischen Verhältnis der Farben zueinander.

Durch die Beschränkung auf die Farbe, die Abkehr vom Gegenstand und die Negation von Räumlichkeit wird Wahrnehmung als objektivierte, gegenständliche Art des sinnlichen Erlebens zurückgedrängt zugunsten einer eher geistigen Dimension der reinen Empfindung.

Constantin Grüning
geb. 18.12.1958

1980 - 1986 Studium der Illustration an der Fachhochschule für Gestaltung Hamburg
1984 - 1995 Mitarbeit im Druckatelier Peter Fetthauer, Hamburg
seit 1986 Freischaffender Maler, Zeichner und Grafiker