Yin Meng

"Aufgetuscht"

28. Oktober - 27. November

Landschaft – urbane oder freie Natur – spielte in Yin Mengs Malerei bereits in China eine große Rolle. Auch in ihren aktuellen Arbeiten ist Landschaft ein zentrales Thema, hat jedoch einen ganz anderen Charakter: Im Vergleich zu den eher traditionellen Arbeiten, die noch in China entstanden, sind ihre Arbeiten freier, die Bildthemen persönlicher und privater geworden. Yin Meng verdichtet ihre Erfahrungen in Atmosphären und malt Bilder, die zwischen Traum und gelebter Realität oszillieren. Es sind weder realistische Wiedergabe noch Abstraktionen des Gesehen. Fiktive Landschaften entstehen, die wie aus einer anderen Welt wirken, Figurendarstellungen, in denen die Befindlichkeit der anonymen Figur sich v.a. durch deren Körperhaltung und den sie umgebenden Raum mitteilt.

In Yin Mengs Malerei ging und geht es nicht um die naturgetreue Darstellung der Landschaft. Schon die ältere chinesische Malerei suchte mit einer spezifischen Stimmung oder Atmosphäre bestimmte Empfindungen beim Betrachter zu wecken. Das ist die Maltradition, die Yin Meng aus China mitgebracht hat und auf deren Folie sich ihre Malerei weiterentwickelt hat. Aber jetzt, nach der Auseinandersetzung mit der europäischen Kultur, sind es eigene Erfahrungen und Gefühle in einem sehr persönlichen Sinn, die Yin Meng in ihre Arbeiten einfließen lässt und zu Darstellungen inspiriert, die den Betrachter in faszinierende Welten führt.

Yin Meng wurde 1973 in Chongqing, China geboren. Nach dem Besuch der Oberschule für Künste in Chongqing studierte sie von 1993 - 1997 chinesischen Malerei und Tuschmalerei an der Hochschule für bildende Künste Sichuan in Chongqing.
2001 ging sie nach Deutschland um an der Hochschule für bildende Künste Hamburg Freie Kunst bei Werner Büttner zu studieren und bekam in dieser Zeit verschiedene Preise und Stipendien. Für Ihr Diplom erhielt sie 2006 den Karl-Heinz Ditze-Diplompreis. Yin Meng lebt und arbeitet in Hamburg.