Kommende Ausstellung

Moritz Hasse - ÜberLichtungen
25. Januar - 04. Februar 2017

Eröffnung: 25. Januar, 18 Uhr

Di-Fr 12-18 Uhr, Sa 12-16 Uhr
Kleine Reichenstraße 1, 20457 Hamburg


Moritz Hasse bereist Großstädte und fotografiert. Dann kehrt er in sein Atelier zurück und übersetzt diese eingefrorenen Momente in Ölmalerei. Mit aus breitem Pinselstrich resultierender Unschärfe lässt er keine fotorealistischen Arbeiten, sondern transformierte Wirklichkeiten entstehen.

Zu sehen sind nicht die Prachtboulevards oder Sehenswürdigkeiten der Metropolen, sondern ihre ganz gewöhnlichen „Allerweltsstraßen und -orte“. Hasse zeigt sie meist ihrer städtischen Vitalität beraubt und menschenleer, getaucht in gleißendes Sonnenlicht, mit langen Schattenwürfen, im Gegenlicht oder mit Spiegelungen auf nassen Straßen: Poetische Bilder voller Sinnlichkeit und dabei von einer prosaischen Ruhe, wie sie einem manchmal ganz früh morgens begegnet, bevor das Leben der Stadt beginnt.

Kein Detail beansprucht besondere Aufmerksamkeit, aber ebenso ist nichts als nebensächlich gekennzeichnet. Alles wirkt alltäglich, verbindlich und erzeugt dennoch zugleich eine seltsame Irritation. In ihrer Konzentration auf den Moment, dem Innehalten an einem spannungsreichen Balancepunkt, der den Betrachter in einem Schwebezustand hält, wirken die Bilder oftmals wie film stills - atmosphärische Momente einer Großstadt, flüchtig, profan und doch hoch ästhetisch.

Moritz Hasse, geboren 1972 in Bremen, studierte Freie Kunst an der Muthesius-Hochschule Kiel und der Hochschule der Bildenden Künste in Berlin, wo er sein Studium mit dem Meisterschüler abschloss. Studienaufenthalte in Moskau und New York. Neben zahlreichen Ausstellungen zweijährige Lehrtätigkeit an der Bauhaus-Universität Weimar. Moritz Hasse lebt und arbeitet in Berlin